Übersicht

Heiner Dunckel (SPD Landtagsfraktion)

Hier gibts die News vom Prof. Dunckel.

Bild: Foto: Philip Häniche

Eigenverantwortung der Hochschulen ist dauerhafte Aufgabe

Heiner Dunckel: Die in den letzten Jahrzehnten ständig erweiterten Entscheidungsspielräume der Hochschulen über ihr Lehrangebot, ihr Personal, den Einsatz ihrer Ressourcen und viele andere Zuständigkeiten haben sich bewährt, nicht zuletzt bei der Bewältigung der Corona-Pandemie, die den Studierenden, den Lehrenden und den anderen Beschäftigten der Hochschulen sehr viel abverlangt hat.

Bild: Michael August

Bei der Novellierung des Hochschulgesetzes ist noch deutlich Luft nach oben!

Dr. Heiner Dunckel: Die Novellierung des Hochschulgesetzes, die von der Mehrheit heute absehbar beschlossen wird, reiht sich ein in die Kette der vertanen Chancen dieser Koalition. Sie reiht sich auch ein in die lange Kette der Anhörungen, die pflichtgemäß durchgeführt werden, deren Ergebnisse aber größtenteils Schall und Rauch bleiben und eben nicht Einfluss in ein Gesetz nehmen.

Bild: Wokandapix (Pixabay)

Landesregierung hat keine Ahnung von der Lage der Studierenden

Prof. Dr. Heiner Dunckel: Am 13. Januar hatte das Wissenschaftsministerium freudestrahlend „Erleichterungen für Studierende“ bei der Durchführung von Prüfungen bekanntgegeben und den Eindruck erweckt, dass das Wissenschaftsministerium sich ernsthaft um die Situation der Studierenden kümmern würde, deren Studium sich unter noch nie dagewesenen Bedingungen abspielt.

Bild: Michael August

Lehrbeauftragte endlich angemessen vergüten

Heiner Dunckel: Leider kann ich jetzt nicht mehr die Vertreter*innen der Hochschulen begrüßen, die heute Morgen anwesend und damit ihr Interesse bekundet haben. Das Wintersemester ist erst wenige Wochen alt und schon sind die Hoffnungen, das Leben an den Hochschulen könnte wieder in den Normalbetrieb umschalten, wie Seifenblasen geplatzt.

Bild: Michael August

Das Angebot an studentischem Wohnraum ist zu gering.

Heiner Dunckel: Um ein Studium erfolgreich zu bewältigen braucht es natürlich Motivation und Kompetenz, aber auch eine sichere finanzielle Grundlage. Nach der Sozialerhebung des Studentenwerkes benötigt eine Studentin, ein Student etwa 900 Euro im Monat, knapp 40 Prozent davon gehen für Miete und Nebenkosten drauf.

Bild: Michael August

Zustimmung zur ergänzenden ZVE mit der CAU

Prof. Dr. Heiner Dunckel: Inklusive Bildung ist deshalb nicht nur eine Frage von Forschung und Lehre, sondern auch alltäglich und praktisch. Die Förderung des im November 2016 begonnenen Modellprojekts „Inklusive Bildung“ läuft demnächst aus; es darf deswegen aber nicht einfach ersatzlos verschwinden.

Bild: Foto: Philip Häniche

Hochschule Flensburg braucht jährlich 6 Millionen Euro mehr

Heiner Dunckel: Dass ein strukturelles Defizit besteht, wird auch vom Ministerium bestätigt. Erfreulich ist, dass schon einmal 2,8 Millionen Euro zeitlich befristet vom Ministerium zugesagt sind. Das ist ein erster Schritt, aber es sind zusätzliche Mittel für die HS Flensburg erforderlich, damit die HS Flensburg wieder mehr Gestaltungsspielräume und Entwicklungsmöglichkeiten bekommt.

Bild: Michael August

Kein roter Faden erkennbar

Heiner Dunckel: Abgesehen vom Schulgesetz ist das Hochschulgesetz der wichtigste rechtliche Rahmen im Bildungsbereich. Wenn eine Regierung eine sehr umfangreiche Novellierung des Hochschulgesetzes vorlegt, kann man erwarten, dass sie ihre bildungspolitische Programmatik darin deutlich macht. Wenn man sich nun den Kabinettsentwurf genauer zu Gemüte führt, ist ein programmatischer und erst recht ein innovativer roter Faden nicht erkennbar.

Bild: Michael August

Schleswig-Holstein – Land der Funklöcher

Heiner Dunckel: In der Tat können wir festhalten, dass die 2013 von der damaligen Landesregierung und Küstenkoalition verabschiedete Breitbandstrategie eine richtige und gute Entscheidung war. Schleswig-Holstein steht im deutschlandweiten Vergleich insbesondere bei der Glasfasertechnologie überdurchschnittlich dar, wobei wir ja trotzdem vermerken müssen, dass Deutschland insgesamt europa- und weltweit eher unterdurchschnittlich zu bewerten ist.

Bild: Michael August

Junge Menschen brennen darauf, wieder in die weite Welt zu ziehen

Heiner Dunckel: Ich danke dem SSW für den Antrag, da er einmal mehr auf die schwierige Situation der Studierenden in der Pandemie aufmerksam macht und uns ermahnt, gerade auch nach der Pandemie mehr für die Studierenden zu tun. Dies gilt auch, weil sich immer mehr der Eindruck verdichtet, dass die Bundesbildungsministerin dies nicht so sieht und eben keine besonderen Anstrengungen erkennen lässt.

Termine